FURNIERTE MÖBEL

Mit kostbarem Furnier beleimt.

Ob eine Holzart aufgrund der zusammengesetzten Furnierblätter das Dekor ausmacht oder verschiedene Materialien die Marketrie bilden, ist es oft das Ablösen vom Träger was zum Schaden führt.

INTARSIEN, MARKETRIE

boultechnik

 

 

Seit der Renaissance im 16.Jahrhundert ist die Kunst des Furnierschneidens und das Zusammenfügen einer Marketrie eine Krönung der Holzbearbeitung.

Beginnend mit bis zu 5mm starken Hölzern entwickelt sich die Furniertechnik immer weiter und bringt eigene Künstler hervor, die sich speziellen Techniken widmen. Diese tragen später sogar dessen Namen, Boulle. Diese Technik bezeichnet die Verarbeitung von Holz, Blechen, Schildpatt und Elfenbein zusammen in einer Darstellung.

Weiterhin gelang es immer dünnere Furniere zu erarbeiten was bei teueren, exotischen, überseeischen Hölzern natürlich auch eine größere Ausbeute und dadurch Kosteneinsparung brachte.

HarzPolituren
Wachse Öle

Bei kostbaren und teuren Hölzern unterschiedlichster Färbungen war in der Renaissance natürlich ein möglichst heller Schutzüberzug von Nöten.

Die bis in die Renaissance gebräuchlichen dunklen aber sehr widerstandsfähigen Harzlacke konnten bei den farbenfrohen Bilddarstellungen überhaupt nicht mehr verwendet werden. Etwas Transparenteres und Helleres musste her. So hat auch die Herstellung der Firnisse am modernen Dekor sich orientiert. Bis in die Empire Zeit wurden Firnisrezepte mit bis zu zehn unterschiedlichen Harzen unter strengster Geheimhaltung hergestellt und aufgetragen. Erst um 1800 setzte sich der Schellack als Einzelharzpolitur durch, der nun auch in neuer Antragsart mit dem Polierballen aufgetragen wurde.

Alle Techniken und Materialien der unterschiedlichsten Lackierungen und Polituren werden in meiner Werkstatt wieder hergestellt, überarbeitet oder nur gereinigt.

Wie pflegt man furnierte möbel?

Für den ungelernten Nutzer beschränkt sich die Pflege aufs Abstauben und gelegentliche vorsichtige Reinigen. Möbelpflegemittel sind grundsätzlich abzulehnen, da die Inhaltsstoffe auf Dauer nur eine Zerstörung der Überzüge zur Folge hat. Bei geschädigten Lacken kann es sogar zu einer dauerhaften Verfärbung führen.

Wichtiger ist es, dass die Objekte möglichst bei gleichbleibender Temperatur und Luftfeuchte ausgestellt werden. Ebenfalls ist ein Schutz gegen direktes Sonnenlicht sinnvoll, denn UV Licht lässt auch Möbel altern.

30 JAHRE ERFAHRUNG

Schon in der Lehrzeit kam ich mit Antiquitäten in Berührung. Seither ist die Liebe zu alten Möbeln ungebrochen.

HELMUT STÖHR

SCHREINERMEISTER & GEPRÜFTER RESTAURATOR IM HANDWERK